Zur Ethik von Künstlicher Intelligenz


Vor einiger Zeit fand in Washington D.C. wieder einmal eine Anhörung statt zum Thema „Ethik der künstlichen Intelligenz“. Dort wurde diskutiert, ja was eigentlich? So richtig beantworten kann das keiner. Und eigentlich lautet die Befürchtung dass es viel zu früh ist, die rechtlichen Dimensionen von Robotern abzustecken, wenn derartige Maschinen bis heute noch nicht entwickelt sind. Der Grund warum es dennoch solche Fachtagungen gibt hat etwas damit zu tun, dass Regierungen wohl ein Stück weit besser über die Lage informiert sind als der Durchschnittliche Internetnutzer. Das dürfte vermutlich damit zusammenhängen, dass nicht ale Forschungsergebnisse unmittelbar auf der ICRA Veranstaltung vorgetragen werden, sondern dass es im wesentlichen ein Staatsgeheimnis darstellt, wie genau der Moley Kitchen Roboter, das Google car oder der Marc Raibert Walking Roboter genau funktionieren.

Aber sind diese Techniken tatsächlich schon soweit fortgeschritten dass man sich über die ethischen Implikationen beraten muss? Mein Eindruck ist, dass es keineswegs zu früh ist, sondern genau der richtige Zeitpunkt gewählt wurde. Im März 2016 hat beispielsweise das google Car einen Bus gerammt und in dem saßen echte Leute, die hätten zu Schaden kommen können. Autonome Flugzeuge wie die X-47b welche auch atomar bewaffnet werden kann, sind schon etwas länger im Einsatz und Nanoroboter die in das Augen injiziert werden um dort Reperaturen anzustellen gibt es nicht nur im Fernsehen (V-Die Besucher) sondern wurden bereits in Echt erprobt.

Die Hauptschwierigkeit bei ethischen Debatten rund um Roboter dürfte sein, dass sie meist technik-kritisch geführt werden. Beispielsweise kann man sich relativ leicht darauf einigen, Kampfdrohnen zu verbieten oder dem Google Car eine Straßenzulassung zu verwehren. Nur, damit kann man die Entwicklung allenfalls verlangsamen nicht jedoch aufhalten. Das eigentliche Problem besteht darin, dass in der Künstlichen Intelligenz es nur eine Grenze gibt und zwar das technisch maschbare.

Im wesentlichen dürften ethische Roboter-Debatten wohl darauf hinauslaufen, wie man den sich abzeichnenden Wandel gesellschaftlich sinnvoll begleiten kann, beispielsweise durch Roboter-Wettbewerbe in den Schulen. Wirklich neu sind solche Konferenzen bei den die ethischen Implikationen diskutiert werden nicht. Im Jahr 2000 wurde unter dem Titel „Will Spiritual Robots Replace Humanity by 2100“ schoneinmal soetwas veranstaltet. Damals waren bekannte Leute wie Hans Moravec, Bill Joy oder Ray Kurzweil anwesend. Das Highlight der Veranstaltung war eine hoffentlich nicht ernst gemeinte Andeutung von Moravec, dass eine intelligente Masse aus Robotern (grey goo) die Weltherschaft übernimmt und den Planeten innerhalb von Sekunden vernichtet. Ob sich die These vom Grey Goo inzwischen weiterentwickelt hat ist unbekannt. Neu ist aktuell, dass derartige Veranstaltungen auch auf politisches Interesse stoßen und nicht nur Mathematiker und Physiker unter den Vortragenden sind.

Wer sich für einen derartigen Technologiediskurs näher interessiert wird beim Forsight-Institute weitere Informationen finden http://www.foresight.org/Nanomedicine/Ecophagy.html Bis heute ist nicht so ganz klar, was davon ausgedacht ist und was technisch wirklich erforscht wird. Gewissermaßen kann man diese Webseite als Sammelsuriom von Verschwörungstheorien lesen. Es handelt sich um Panikmache im wissenschaftlichen Gewand der man sich nur schwer zu entziehen vermag. Anders als Früher, als Roboter nur im Roman nicht aber in Echt anzutreffen waren, haben inzwischen die Wissenschaftler echte Resultate geliefert. Die Unsicherheit entsteht daraus, dass das Weltbild wonach Künstliche Intelligenz auf absehbare Zeit nicht realisierbar ist (Lighthill Report) möglicherweise nicht länger gültig ist.

Man kann zwar unverändert behaupten, dass Computer nicht denken können, dass es wegen der algorithmischen Komplexität nicht möglich ist, Laufroboter zu konstruieren oder dass Künstliche Intelligenz gescheitert wäre, nur wird es immer schwerer eine derartige Weltsicht gegen die Realität zu verteidigen. Man muss schon ziemlich tief in die Trickkiste greifen um zu beweisen warum das letzte Modell des Boston Dynamics Atlas Robot niemals kommerziell einsetzbar sein wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s