Ubuntu Verzicht leichtgemacht

Ubuntu macht es einem sehr leicht Abschied zu nehmen. Nicht nur, dass Cannonical neuerdings Serverbetreiber mit 5 EUR zur Kasse bietet ist vielen ein Dorn im Auge, aber auch für Entwickler bietet Ubuntu wenig bis gar keinen Anreiz dem System treu zu bleiben. In der aktuellen Ubuntu 16.04 Installation ist beispielsweise in den Paketquellen nur eine sehr alte Version von Eclipse enthalten. Diese wurde im September 2012 veröffentlicht und ist inzwischen längst nicht mehr aktuell. Warum sie aber dennoch mit Ubuntu ausgeliefert wird ist unklar. Vermutlich weil sich Ubuntu nicht als Entwicklerdistribution versteht sondern vorwiegend sich an Leute richtet die via Amazon shoppen gehen und ansonsten keine weiteren Bedürfnisse haben.

Natürlich kann man manuell jede beliebige Version von Eclipse nachinstallieren, nur warum sich das Leben schwer machen. Deutlich leichter ist es, Ubuntu lebewohl zu sagen und sich nochmal artig für die vielen Jahre zu bedanken. Ubuntu ist zwar OpenSource aber das allein reicht nicht, wenn man in der Linux-Welt bestehen will. Das schöne an Ubuntu ist, dass es nicht nur schnell installiert ist, sondern dass man genausoschnell es auch wieder löschen kann.

Ich glaube, das Mißverständnis was viele mit Ubuntu verbinden ist das Versprechen, dass eine Installation 9 Monate oder länger mit Paketen unterstützt wird. Die Wahrheit ist, dass da gar nichts unterstützt wird. Die Eclipse Version 3.8.1 wird seit 4 Jahren mit keinem einzigen Patch supported. Im Debian Sprachgebrauch heißt das „stabile Software“. Tatsächlich ist da überhaupt nichts stabil, die Version wimmelt nur so von Fehlern für die längst im Upstreams Korrekturen vorhanden sind. Das einzige was Ubuntu macht ist es sinnvolle Verbesserungen zu blockieren, so dass der User niemals in deren Genuß kommt.

Mag sein dass Ubuntu einmal als fortschrittliche Distribution gestartet ist zu einer Zeit wo sich andere Distributionen nur über die Kommandozeile haben installieren lassen. Aber inzwischen hat sich die Welt weiterentwickelt. Eine grafische Installation ist inzwischen überall möglich, so dass es keinen Grund mehr gibt, nur deswegen Ubuntu zu wählen. Und die anderen Alleinstellungsmerkmale wie Upstart, Mir-Server und Weiterleitung von Suchbegriffen zu den Amazon Servern dürften nicht gerade als Pluspunkt gewertet werden.

Vergleicht man Ubuntu mit Microsoft Windows ist Ubuntu klar das bessere System. Aber mal ehrlich, diese Schlacht ist doch längst entschieden. Bei Supercomputern hat Linux einen Marktanteil von 99%.

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