Erfolgsgeschichte ArchLinux


An dieser Stelle ein großes Lob an die ArchLinux Maintainer. Das Betriebssystem ist absolute Spitzenklasse. Keine andere Linux-Distribution hat bisher sogut mit der Hardware interagiert wie es das aktuelle ArchLinux macht. Nicht nur, dass sämtliche Komponenten out-of-the-box erkannt wurden, sondern es gibt auch keine erkennbaren Softwarefehler. Normalerweise müsste an dieser Stelle die negative Seite von ArchLinux erwähnt werden, nähmlich dass die Software schwer zu installieren ist und man richtig viel Ahnung haben muss. Wenn man jedoch Antergos nutzt geht es um sehr vieles einfacher. Die Installation ist genauso simpel als wäre es ein Ubuntu. Insofern gibt es keine negativen Seiten.

Der Marktanteil von Linux liegt derzeit auf dem Desktop bei 10% (und diese Schätzung ist schon hochgegriffen). Unter allen Linux-Distributionen hat ArchLinux ungefähr einen Anteil von 2%. Und die Leute die ArchLinux nutzen und zur Installation Antergos verwendet haben dürften davon vielleicht 10% betragen. Das heißt, der Marktanteil von Antergos liegt derzeit bei:

10% * 2% * 10% = 0,02%

Das ist wenig bis kaum erwähnenswert. Und vom äußeren Eindruck macht diese Distribution (besonders wenn man LXDE verwendet) eher den Eindruck als wäre es eine billige Kopie von Windows. Aber, wenn man ArchLinux mit anderen Systemen direkt gegenüberstellt schneidet es überall besser ab. Es ist das preiswerteste wie auch leistungsfähigste Betriebssystem was man derzeit nutzen kann.

Support gibt es dafür freilich keinen. In den Nutzungsbedingungen des offiziellen ArchLinux Forums ist vermerkt, dass Postings von Antergos Usern nicht erwünscht sind. Und das Antergos Forum macht keinen besonders aufgeräumten Eindruck und ist nicht empfehlenswert wenn man ein echtes Problem hat. Kommerzielen Support gibt es auch keinen, so dass man Leuten die professionell mit Linux arbeiten wollen wohl von Antergos abraten muss.

Aber vom rein technischen Aspekt her, ist es zweifelsfrei eines der besseren Systemen was existiert. Ob Antergos besser ist als Fedora ist unklar, meiner Ansicht nach geht die Erstellung von Paketen mit makepkg unter ArchLinux um einiges leichter von der Hand als man es von Fedora gewohnt ist, aber das ist Ansichtssache. Auch wenn das im Mainstream derzeit nicht so kommuniziert wird ist die Mischung aus RollingRelease, grafischer Installation und dem Pacman-Paketmanager sehr zukunftsfähig und übertrifft alles was von Microsoft, Apple und Debian bekannt ist.

Zum Schluss soll dennoch auf einen Kritikpunkt aufmerksam gemacht werden. Und zwar enthält ArchLinux eine vorinstallierte Spionagesoftware genannt geoclue die sich in den Systemeinstellungen nicht deaktivieren lässt. Zwar kann man dort „Ortungsdienste deaktivieren“ wenn man jedoch den Traffic mit wireshark dumpt wird man erkennen, dass die Geolokalisierung aktiv ist. Es wäre vermutlich zuviel verlangt wenn ArchLinux als einzige Linux-Distribution standardmäßig die Privatsphäre seiner User schützt. Man muss also mit demselben mulmigen Gefühl leben wie es auch Ubuntu User tun. Wer eine Distribution sucht, die nicht alles über einen an zwielichte Server sendet, für den ist ArchLinux die falsche Wahl. Wer sich im Post-Privacy Zeitalter durch die Konditionierung von Apple, Google und Facebook dies mit einem Schulterzucken abtut der wird mit ArchLinux viel Freude haben.

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