Was ist eine Geolocation Database?


Dieser Begriff ist nicht einheitlich definiert. Wenn man auf dem eigenen Rechner eine solche Datenbank erzeugt (wie es beispielsweise Geoclue tut) dann ist darunter eine Mini-Datenbank zu verstehen in der alle empfangbaren WLAN Netze gespeichert sind. Der Umfang solcher lokalen Datenbank beträgt nicht mehr als 3-8 Einträge: der eigene Router, der Router vom Nachbarn und noch ein dritter Router der nur manchmal aktiv ist.

Interessanter ist da schon die nächst höhere Stufe. Anbieter wie Skyhook Wireless oder wigle aggregieren solche Datenbanken. Dort ist die Anzahl der verzeichneten Router weitaus höher. Je nach Anbieter sind in solchen Datenbank 1000 Router (Stadtbezirk) bis hin zu mehreren Millionen (weltweit) gespeichert.

Wenn man noch eine Ebene höher geht, gelangt man zu den richtigen Wifi-Geolocation Datenbanken. Derzeit gibt es nur drei Anbieter die soetwas besitzen: Google, Apple und die Mozilla Foundation. Dort sind nicht nur zig Millionen Wifi-Router weltweit verzeichnet sondern was noch wichtiger ist, auf diese Datenbanken greifen auch Clients zu um sich selbst zu orten. Wenn man die Gnome Maps Applikation öffnet wird in der Wifi-Cloud-Datenbank ein neuer Eintrag erzeugt und zwar dass man selber (IP Adresse) wissen möchte wo man sich befindet. Diese Mozilla Wifi-Datenbanken dürften der Albtraum eines jeden Datenschützers sein, weil man damit nicht nur zig Millionen Router auf den Meter genau in einer Karte einzeichnen kann, sondern auch sämtliche Endgeräte auf denen Linux läuft.

Pyramidenartig ist auch die Zugriffsmöglichkeit. Auf lokale und kleinere Wifi-Datenbanken kann man relativ einfach Zugriff erlangen. Im einfachsten Fall muss man in Ubuntu nur auf die Statusleiste klicken und sieht dort alle gefundenen Wifi-Router. Und kostenlose ältere Geolocation Datenbanken von maxmind gibt es sogar zum kostenlosen Download. Auf die richtig großen Datenbanken von Mozilla und Google erhält der Normalbenutzer hingegen keinen Zugriff. Auch nicht gegen Geld. Die Informationsgüte darin wird als zu wichtig eingeschätzt damit jeder einfach so mal reinschauen darf.

Worauf man als Privatperson Zugriff erhält, dann sind selbst angelegte Indoor Wifi-Tracking Datenbanken. Man muss zunächst einen Geolocation Server anlegen. Jedes Endgerät sendet an diesen Server dann die empfangbaren SSID Adressen. Beim Geolocation Server laufen auf diese Weise alle Daten zusammen. Er kann alle Endgeräte auf den Meter genau im Gebäude orten und vor allem kann der Server entscheiden ob er diese Information an das einzelne Endgerät zurückgibt.

Ein Beispiel: angenommen man läuft mit dem eigenen Smartphone durch ein Gebäude. Im Regelfall sieht man dann nur sich selbst. Der Geolocation Server sieht hingegen auch noch die anderen Smartphones.

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