Interplanetare Raumfahrt mit Nanotechnologie


Große Raumschiffe haben Vorteile was die Reichweite betrifft. Je größer man eine Rakete baut, desto mehr Treibstoff kann man einfüllen und die maximale Reichweite erhöht sich. Wenn man hingegen die Abmessungen verkleinert sinkt überproportional die Leistung. Das ist auch der Grund dafür, warum nur sehr große Tiere wie der Wal in der Lage sind, lange Distanzen zurückzulegen, während kleine Fische wie die Forelle nur wenig Kilometer zurücklegt.

Aber, diese Schwierigkeit ergibt zugleich auch einen Anreiz über verbesserte Antriebssysteme nachzudenken. Das heißt, wenn man die Größe einer Rakete verkleinern möchte, muss man gleichzeitig über effizientere Triebwerke nachdenken um eine ähnliche Reichweite zu erzielen wie größere chemische Raketen. Anders ausgedrückt, die Entwicklung von MEMS Raketen ist technisch anspruchsvoller, erzeugt mehr Probleme aber genau deshalb steigt auch die Möglichkeiten zum Lernen von etwas neuen. Was kann im besten Fall bei so einem Technologieabenteuer herauskommen? Mit etwas Ehrgeiz kann man eine Rakete bauen, die nicht viel größer ist als eine Amateurrakete, die natürlich elektrisch betrieben wird und die zu einer Marsmission aufbricht um dort dann kleinst-Satelliten abzusetzen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Der Nachteil besteht darin, dass um so eine Rakete zu bauen, man zuvor noch viele andere Dinge entwickeln muss wie z.B. eine autonome Steuerung, die MEMS Technologie, den Ionenantrieb und winzig kleine Super-CPUs die fast keinen Strom benötigen. Anders ausgedrückt, das Bauen einer sehr kleinen Rakete dient hauptsächlich dazu, die technische Entwicklung an sich voranzutreiben.

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