Veralterte Computerausstattung bei der NASA

Die NASA sieht sich selbst gerne als technologisch führend, wo zuerst in Geheimprojekten Technologie entwickelt wird, die dann mit einer Sperrfrist von 20 Jahren auch im zivilen Sektor eingesetzt wird. Flankierend dazu gibt es auf Verschwörungswebseiten Erzählungen über geheime Weltraumprogramme, bei dem komplette Raumstationen unter einem Schutzschild im Erdorbit versteckt sind die weit über das hinausgehen was aktuell möglich zu sein scheint. Die Wahrheit ist viel banaler. Die strengen Geheimhaltungsvorschriften bei der NASA dienen weniger dazu Technologie von morgen zu schützen als vielmehr zu verheimlichen, dass die NASA abgewirftschaftet hat. Das Durchschnittsalter des NASA Personal war früher einmal bei 20 Jahren heute sitzen 60 jährige alte Männer hinter den Steuerpulten. In den meisten Raumsonden des JPL werden immernoch Prozessoren des Typs RTX2000 verbaut. Es handelt sich dabei um einen Stackprozessor ohne eigenes Betriebssystem. Es gibt für diesen Chip auch keinen C-Compiler, sondern die Software muss in Forth programmiert werden. Forth ist eine Programmiersprache welche eingesetzt wurde, bevor das erste UNIX erfunden wurde.

Aber auch die Laptops auf der ISS machen keine gute Figur in Sachen zukunftsfähigkeit. Dort ist entgegen anderslautender Berichte keineswegs ein Linux installiert, sondern das gute alte Windows XP läuft dort vor sich hin. Und zwar deswegen, weil dieses Betriebssystem auch bei der NASA Bodenstation genutzt wird und vermutlich auch von den NASA Veteranen privat, wenn sie zur Erholung eine Runde Solitär spielen. Zu moderner zeitgemäßer Technik fehlt der NASA jeder Bezug. Vielmehr hat man im Laufe der Jahre eine Furcht vor dem Neuen entwickelt. Das heißt, die NASA würde auch dann keine neuen Computer in ihre Weltraumteleskope einsetzen, wenn nachweislich das bestehende nicht mehr funktioniert. Die Idee lautet, dass man ja nichts verändern dürfte, und alles als Computermuseum betrachten müsse bei dem eine als positiv erlebte Zeit konserviert wird. Die größten Erfolge feierte die NASA in den 1960’er Jahren als sie wichtige Raummissionen in den Weltraum übernommen hat. Damals war die NASA als technologisch führend anerkannt. Die Idee lautet, dass man die Technik der 1960’er weiterverwendet in er Hoffnung damit etwas vom altigen Glanz retten zu können. Diese Falle führt dazu, dass die NASA an ihre einstigen Erfolge nicht mehr anknüpfen kann. Die aktuell betriebene ISS ist technisch wie wissenschaftlich wertlos. Sie ist bereits heute in einem ähnlichen Zustand wie die MIR kurz vor ihrem verglühen in der Atmosphäre. Es ist kein Zufall dass das private Weltraumunternehmen SpaceX den Platz der NASA eingenommen hat.

Aber wenn die NASA technologisch zurückgefallen ist, was sind dann die Best-Practices in Sachen Raumfahrt für die nächsten 50 Jahre? Die Antwort ist simpel: man muss den Weltraum als ein Computerspiel betrachten. Gaming-Technologie wie sie vom Endverbraucher verwendet wird muss an die Erfordernisse der Wissenschaft angepasst werden. Ein Raumschiff muss sich anfühlen wie eine fliegende Jukebox, wo aus fetten Lautsprechern Technomusik abestrahlt wird und eine Art von Max Headroom die Interaktion mit dem Operator übernimmt.

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