Wie man Spam-Kommentare verfasst

Machen wir uns nichts vor, das Internet ist eine Spam-Schleuder. Ließt man sich einmal die Anleitungen durch wie man auf Blogs den Traffic erhöht, so steht dort explizit drin, dass man Backlinks dadurch setzt, indem man in anderen Blogs kommentiert. Wenn also tatsächlich jemand das eigene Posting kommentiert, so dürfte höchstwahrscheinlich das kein echter Kommentar sein, sondern nur ein Spam-Post um die URL irgendwo unterzubringen. Es ist naiv zu unterscheiden zwischen Spam und normalem Kommentar, vielmehr ist alles Spam. Die Frage stellt sich daher: wie verfasse ich effektiv Spam um damit fremde Blogs zu fluten?

Das ist gar nicht so trivial wie es den Anschein hat. Die Formalien sind schnell genannt: im Feld Website trägt man sein eigenes Blog ein, denn dort sollen die Leute ja hingeleitet werden. Das Freitextfeld ist jedoch die eigentliche Herausforderung. Ein guter Spamkommentar enthält im Textfeld nochmal die Webadresse die verlinkt werden soll (doppelt hält besser), weiterhin sollte man möglichst nicht auf den OP eingehen sondern das Kommentarfeld mit komplett anderen Inhalten füllen (und zwar den eigenen). Man sollte den Komemntar also so verfassen, dass sämtliche Spamfilter anschlagen. Das wiederum erhöht die Gefahr, dass der Kommentar nicht freigeschaltet wird, das ist aber nicht so schlimm, weil es genügend Blogs gibt, wo keinerlei Prüfung stattfindet. Es geht nicht um Qualität sondern die Masse macht es.

Am meisten Spaß für einen selber macht es, wenn man Spam mit Trolling kombiniert. Also den ursprünglichen Autor provoziert und aus der Reserve lockt. Das ist nicht ganz einfach, sondern muss geübt werden. Hierzu muss man eben doch auf den Inhalt eingehen aber auf eine Weise die provozierend wirkt. Aber wie macht man das? Reicht es aus, einfach nur den Artikel zu kritisieren also eine Gegenposition zu formulieren? Nicht ganz, das ist kein Trolling, sondern einfach nur konstruktive Auseinandersetzung. Wenn man richtig Spammen möchte, muss man etwas geschickter vorgehen. Und zwar sollte man dem OP unterstellen, dass dieser bereits trollt. Dazu ein Beispiel:

In der Computerzeitschrift „Playtime“ gab es in den 1990’er Jahren einmal eine Rubrik namens Leserpost, die sehr bekannt war. Der übliche Diskurs dort lief nicht etwa sachlich ab, sondern es gab das ungeschriebene Gesetz, dass sowohl die Leser als auch die Antworten darauf lustig sein mussten. Das heißt, die Leser haben versucht ihre Zeitschrift zu trollen und das war sogar erwünscht. Wenn man so einen Leserartikel nun wiederum selbst kommentieren wollte, musste man eine Umdrehung höher schalten. Also den Troll selbst trollen. Auf die Blogosphäre angewendet bedeutet das folgendes: 100% aller Blogs sind Trollblogs. Die Leute die sie erstellen sind nicht an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert sondern machen sich über etwas lustig. Man darf nicht den Fehler machen einen OP ernst zu nehmen. Dies muss im Kommentar darauf berücksichtigt werden. „Du bist der Boss“, das ist das Mantra. Stell dir vor, ein OP in einem fremden Blog ist ein Trollkommentar für dein eigenes Blog. Nimmt dort geäußerte Kritik persönlich und verzeihe niemals.

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