Bug: Scigen ist doch kein Nonsens-Generator

Unter der Bezeichnung „Rooter: A methodology for the typical unification of access points and redundancy“ hat J Stribling ein Paper veröffentlicht was kompletten Nonsens enthält. Es wurde erzeugt mit Hilfe eines Dokumentengenerators Scigen, der entwickelt wurde um das wissenschaftliche Betriebssystem zu trollen. Es gibt auf seiner Homepage dazu die Einzelheiten.

Nichts desto trotz taucht das Paper „Rooter …“ bei Google Scholar auf und wurde dort sogar zitiert, immerhin 5x. Die Antwort ist simpel: wenn man eine Arbeit verfasst in der Betrug in der Wissenschaft oder Quatsch-Paper diskutiert werden, dann darf ein Link auf Scigen und dessen berühmtes Paper nicht fehlen. Man muss es im Kontext sehen, als Beispielpaper aus dem Jahr 2005 was aufzeigt, dass die Kontrollmechanismen innerhalb der Wissenschaft Lücken haben. Das Problem ist nur, diese These ist falsch. Das Paper „Rooter: A methodology for the typical unification of access points and redundancy“ wurde keineswegs von Leuten zitiert, die Fake-Science thematisieren wollen, sondern es wird von Papern zitiert in denen Computerwissenschaft erläutert wird. Das wiederum sind echte Paper. Offenbar wissen sie nicht, dass „Rooter: A methodology for the typical unification of access points and redundancy“ kein richtiges Paper ist, sondern über einen Zufallsgenerator entstanden ist und folglich es keinen Sinn macht, darauf aufbauend weitere Forschung zu betreiben. Das Problem ist, dass auch die Paper die „Rooter …“ zitieren, selber ebenfalls zitiert werden, so dass sich das Virus immer weiter fortplanzt und über 3 Ecken vermutlich auch den Sprung bis ins Nature-Magazin geschafft hat. Ob man das ganze als Erfolg oder als Super-GAU werten soll ist nicht ganz klar. Offenbar sind da Kräfte am Werk die mit negativer Energie arbeiten.

Man kann inhaltlich diese Kaskade erläutern. Das ursprüngliche „Rooter …“ Dokument ergibt keinen Sinn. Wenn man es ließt wird man darin nichts interessantes entdecken. Es ist lediglich die Ausgabe einer Kontextfreien Grammatik die über einen Random-Generator ein beliebiges Dokument erzeugt hat. Wenn man jedoch Werke ließt, die das Ursprungsdokument lesen, ergeben diese sehr wohl einen Sinn. Dort wird beschrieben, wie man das TCP/IP Internet mit Hilfe von semantischen Netzen erweitert zu einer Art von Super-Internet. Je höher man in der Kaskade hochsteigt, desto klarer / verständlicher wird es. Und mit diesem Wissen kann man dann das Ursprungsdokument „Rooter …“ erneut lesen und findet es plötzlich gar nicht mehr so unverständlich. Wie kann das sein? War es nicht immer so, dass das Chaos immer im Rauschen endet? Offenbar wurde bei der Scigen-Kaskade aus einem Rauschen rückwärts Ordnung erzeugt. Sehr merkwürdig das ganze. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, schreibt es in die Kommentare und liked diesen Artikel!

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