Blogging ist die Zukunft


Blogging hat einen zweifelhaften Ruf. Das könne ja jeder und überhaupt ist WordPress anfällig für SQL-Injections. Schaut man sich jedoch einmal an, was die Vorteile von Blogging sind so lässt sagen, dass das Potenzial dieser Technologie noch gar nicht ausgenutzt wurde. Das heißt, die meisten dürften wissen, um was es sich handelt, aber im Grunde nutzen sie es nicht.

Der Hauptvorteil von Blogging besteht darin, dass man damit in kurzer Zeit viel Content erzeugen kann. Ein System wie WordPress wurde dafür erfunden um mit wenig Manpower viele Beiträge zu schreiben. In diesem Blog hier befinden sich aktuell bereits 299 Postings. Wie die da alle hineingelangt sind ist ein Wunder. Eigentlich habe ich nur ein paar mal mit dem Anmeldebutton gespielt und schon war der Content von alleine da. Gerade heute konnte ich wieder eine Funktion namens Tagcloud entdecken. Man kann darüber Schlagworte auf die Postings setzen so dass sich automatisch eine Gliederung erzeugt.

Insgesamt sind Blogs eine Revolution von unten. Das System funktioniert nach viraler als ein Textprogramm wie Lyx von dem viele bereits sagen, es wäre leicht zu bedienen. Doch WordPress und Co setzen noch eines drauf. Es ist einerseits eine Software die in einem Browser läuft, gleichzeitig aber auch eine Webseite die man anzeigen kann. Insofern ist es kein Wunder, dass neue Blogs wie Pilze aus dem Boden schießen, ohne dass sie irgendwer beantragt hätte.

Schauen wir uns dochmal an wie Blogging im Detail funktionert. Kernbestandteil von WordPress und ähnlichen Tools ist es, dass sie sich einer kommunikationstheoretischen Analyse widersetzen. Es reicht nicht aus einen Mediendiskurs zu führen oder Blogger nach soziographischen Merkmalen einzuordnen, sondern Blogging ist primär eine technische Infrastruktur, d.h. es gibt eine Webserver der CGI-Scripte ausführt, eine SQL Datenbank und ein HTML basierendes Frontend. Was dann mit dieser Technologie konkret passiert bleibt bewusst offen. Man kann Blogs als Kommunikationsmittel nutzen, man kann es aber auch nutzen um ein Online-Tagebuch zu führen, eine Zeitschrift zu imitieren oder neuerdings sogar um Wissenschaft zu organisieren. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass nach dem Drücken auf den Update Knopf der Content unmittelbar online geschaltet ist, ohne Redaktion, ohne Buchdruck ja sogar ohne FTP-Programm was die HTML Seite auf den Server lädt wie es in der Anfangszeit des Internets üblich war.

Erstaunlich an der Bloggosphäre ist wie schnell sie neue Technologien adaptieren. Ich glaube, WordPress waren die ersten die es ermöglicht haben Youtube Videos einzubinden. Ebenfalls zu nennen sind RSS Feeds, die Kommentarfunktion, Backlinks, Trafficauswertungen oder der Followbutton. Aber der größte Vorteil von Weblogs ist, dass sie so unglaublich billig sind. Es ist sehr leicht möglich ein neues Blog zu gründen, ein bestehendes zu löschen und Hoster können mit einem Mausklick sogar 1000 Weblogs auf einmal einrichten. Sowas geht mit klassischen Zeitschriften nicht.

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