Zukunft des Bildungssystems


Nachdem in einem vorherigen Blogpost herausgearbeitet wurde, dass OpenAccess und Hochschule 4.0 nicht die Zukunft sind stellt sich die Frage woraus sie denn alternativ bestehen wird. Die Antwort ist simpel: Unter dem Stichwort „Future education technology“ gibt es zahlreiche Youtube Werbevideos zu sehen die allesamt etwas zu tun haben, mit 4K Displays, iPad und Smartphone, aber wo auch Dinge genannt werden wie Gigabit Ethernet und Holography. Die Zukunft wird konkret so aussehen, dass man gegen viel Geld solche Gadgets privat erwerben muss was die Hersteller freut aber auch die Kunden werden es kaum abwarten können. Auf diesen Geräten werden dann Dinge laufen wie Youtube, Skype, Academia.edu oder Google. Also Online-Portale mit denen man vorhandene Daten sichten kann und Sinn erzeugt.

Damit ist der kleine Ausblick in Sachen „Future Education“ schon zu Ende. Weitere Dinge die für einige als unentbehrlich gelten wie klassische Hochschulen, klassische Bibliotheken, gedruckte Bücher oder reale Lehrer kommen in dieser Vision nicht vor. Auch keine öffentlich-Bildung, keine curriculare Lehrinhalte, keine C4 Professur und keine PLOS ONE Zeitschrift. Der Diskurs über die Zukunft der Bildung wird entlang seiner Nachteile geführt werden. Man sucht sich eines von diesen Gadgets heraus wie z.B. ein iPad Pro und erläutert dann im Detail warum das Gerät kompletter Müll ist und Apple ein schlechter Hersteller. Natürlich wird als Gegenbewegung dann jemand anderes kommen, der das iPad supertoll findet und Google als das beste Unternehmen der Welt bezeichnet. Dieser Diskurs wird dazu führen, dass sich die Technologie weiterentwickelt und es nochmehr von diesen „Future education Gadgets“ geben wird.

TIMELINE OPENSCIENCE
ab 2000, OpenSource zum wissenschaftlichen Publizieren (Linux, Lyx,
Jabref, Python)
ab 2001, Online Lexikon Wikipedia
ab 2002, Online Vorlesungen (MIT Courseware, Lecture2go Uni Hamburg)
ab 2004, Volltextsuchmaschinen (Google Scholar), die auf OpenAccess
Paper zugreifen
ab 2008, “Academic Social Networks” (ResearchGate, Mendeley)
ab 2010, Consumer-Hardware um den Content anzuzeigen (ipad, Notebooks, Glasfaser Internet)

Man kann sagen, OpenScience besteht aus drei Säulen: neue Software, verbesserte Computerhardware und Online-Lernplattformen. In dem Zeitraum von 2000 bis 2010 haben sich die Dinge entwickelt und jetzt steht die Infrastruktur bereit. Das ganze war kein geplanter Prozess, sondern jeder hat versucht seine Nische zu besetzen. In der Summe ist OpenScience zu etwas sehr mächtigem geworden und bildet den Grundstein für die Wissenschaft der Zukunft.

Die Vorteile der OpenScience Infrastruktur bestehen darin, dass es besser nach oben skaliert. Das heißt, man kann deutlich mehr Menschen erreichen als mit traditionelllen Hochschulen und Bibliotheken, und die Kosten sind geringer.

WEBLINKS
Wer sich näher mit OpenScience beschäftigen möchte, für den gibt es hier einige Weblinks:
http://academicearth.org/ (Verzeichnis von kostenlosen Video Lectures)
https://www.apple.com (Hersteller des besten Tablets auf der Welt womit sich Videos in HD anzeigen lassen)
https://en.wikipedia.org/ (Online Lexikon auf wissenschaftlichem Niveau)
https://scholar.google.com/ (Suchmaschine für academic content)
https://www.academia.edu/ (Für Wissenschaftler, die sich trauen selbst ein Paper hochzuladen)

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