Alternativen zu OpenAccess

Unter OpenAccess wird üblicherweise sogenanntes „Gold OpenAccess“ verstanden, wo man sein Manuskript zu einem Online-Publisher wie PLOS oder Elsevier sendet und sich das von seiner Hochschule finanzieren lässt. Es gibt jedoch mit Gold OpenAccess eine Vielzahl von Problemen. Zunächst einmal ist PLOS unfähig, ein vernünftigtes Layout zu erzeugen. Sie setzen dort eine Software ein namens „Arbortext 3B2“ welche unter dem propritären Windows Betriebssystem läuft. Wenn sich einer von den Informatik-Kollegen die Dokumenteneigenschaften anschaut wird er darüber nur müde lächeln und das Paper allein schon aus formalen Gründen nicht lesen wollen. Zweitens ist auch die Publikationsdauer bis der Artikel veröffentlicht wird mindestens 12 Monate, häufig begleitet von Rejects und Peer-Reviews. Und zu guter letzt muss man, um über OpenAccess Gold publizieren zu können ordentlicher Professor sein und von seiner Hochschule die Fördergelder beantragt haben um die Article Processing Charge erstattet zu bekommen.

Zu diesem bürokratischen Prozess gibt es jedoch eine Alternative. Sie heißt „Green OpenAccess“ und stärkt die Autoren. Sie veröffentlichen den Text unter ihrem eigenen Namen und unter einer eigenen Lizenz, beispielsweise der Creative Commons Share-by. Dadurch kann der Autor entscheiden, wer das Paper lesen darf und somit wird die wissenschaftliche Community insgesamt gestärkt. Green OpenAccess, genauer gesagt die verwendung von „akademischen sozialen Netzen“, ist das bessere OpenAccess.

Nur bei Green OpenAccess ist sichergestellt, dass die Paper unter einer Creative Commons Lizenz der Allgemeinheit von Nutzen sind. Und nur bei Green OpenAccess können OpenSource Programme eingesetzt werden um den gesammten Workflow einer Veröffentlichung transparent zu gestalten.

Rein theoretisch wäre es möglich, universitäre Repositorien zum Hosting der Green OpenAccess zu verwenden. Allerdings verbaut man sich damit ohne Not die Möglichkeit mit anderen Wissenschaftlern in Kontakt zu treten. Besser ist es, übergreifende akademische soziale Netzwerke zu verwenden und kollaborativ zu forschen. Außerdem wird darüber die Sichtbarkeit in Suchmaschinen verbessert.

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