Gemeinschaftsblog erstellen mittels Trackback


Weblogs haben gegenüber Facebook einen grundsätzlichen Nachteil: es gibt weniger Interaktion innerhalb der Community. Während geschlossene soziale Netzwerk die einem Konzern gehören generell zwischen innen und außen unterscheiden, gibt es in der Blogosphäre keine geteilten gemeinsamen Werte. Jeder kämpft für sich allein, auch wenn viele die selbe Blogging-Software verwenden. Dadurch ist natürlich der Traffic geringer und die Bedeutung im Internet ingesamt kleiner. Um dem entgegebenzuwirken kann man die Kommentarfunktion nutzen. Das heißt, jemand der nicht Autor eines Postings ist, schreibt thematisch passend dazu eine Ergänzung.

Kommentare sind das häufigste Mittel des gegenseitigen Austausches, aber sie sind nicht die beste. Weil der Kommentar keine Vernetzung zu anderen Blogs sicherstellt. Die weitaus bessere Methode besteht in der Verwendung von Trackbacks, das heißt, man postet den Kommentar nicht unter einen Artikel sondern legt ihn in sein eigenes Blog und verlinkt lediglich auf den OP. Jetzt passiert folgendes: im Regelfall erfährt das ursprüngliche Blog dass der Kommentar erstellt wurde. Es gibt dafür Funktionen des Pingback, Trackbacks usw. Wie diese Informationen weiterverarbeitet werden hängt von den Umständen ab. Manchmal passiert gar nichts, manchmal wird ein Gegenkommentar erstellt aber in jedem Fall ist die Verlinking erstmal da. Sie wird von Suchmachinen analyisiert und führt zu Vernetzung.

Der Aufwand um Trackbacks zu erzeugen ist minimal, man muss nichts weiter tun als fleißig die Blogpostings von anderen Kommentieren, nutzt dafür aber den Bereich des eigenen Blogs. Der Vorteil eines solchen Trackback-Kommentars besteht darin, dass man sich nicht mit den Kommentarfunktionen externer Blogs und dessen Moderation herumschlagen muss. Die Problematik ist, dass manchmal Kommentare generell nicht möglich sind, sie in einer Warteschlange landen oder sich erst aufwendig registrieren muss. Und wirklich etwas dagegen unternehmen kann man nicht, weil jeder Blogadmin ja seine Seite so einrichtet, wie es ihm angenehm ist. Aber heißt dass, dass man auch als Leser verzichten muss einen Kommentar zu schreiben?

Trackback-Kommentare haben noch einen weiteren Vorteil, und zwar gelingt mit ihnen die internationale Vernetzung besser. Mal ein Beispiel: angenommen man hat ein englischsprachiges Weblog was einen interessanten Aspekt beleuchtet und möchte dort etwas kommentarieren. Ein kurzer Blick auf die existierenden Kommentare zeigt, dass die erwünschte Sprache vorgegeben ist, soll man jetzt anfangen dort mit seiner deutschen Muttersprache zu argumentieren? Lieber nicht, das wäre zwar nicht direkt Spam wird aber nicht so gerne gesehen. Besser ist es, wenn man den Kommentar in sein eigenes Blog legt und zum OP nur den Link setzt. Jetzt kann der Admin des ursprünglichen Blogs selber entscheiden ob das ein relevanter Beitrag war oder nicht. Anstatt also die Kommentarspalten von Weblogs zuzuspammen sollte man lieber sein eigenes Blog befüllen.

Ein Risiko gibt es natürlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kommenatar gelesen wird und jemand darauf antwortet ist deutlich reduziert. Vermutlich wird sich überhaupt keine Folgediskussion ergeben. Das ist der Preis, den man zahlen muss.

Hier http://scienceblogs.com/ gibt es ein schönes Science-Blogs auf Englisch. Ihr gemeinsamer Vorteil ist wie nicht anders zu erwarten, dass sie eine weltweite Reichweite besitzen. Nehmen wir mal an, man schreibt fleißig Trackback-Kommentare in sein eigenes Blog und zwar auf Deutsch, was ist die Folge? Nun die Folge ist, dass das eigene Blog sich plötzlich mit den internationalen Blogs vernetzt. Das heißt, wenn ein Leser die Kommenantare zufällig entdeckt wird er eventuell zu den verlinkten Blogs weiterklicken. Und er wird sagen, hey hier wird ja auf internationale Blogs verlinkt, das ist ja interessant. Das heißt, der Wert des eigenen Blogs steigt dadurch an.

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