Neoluddism ist gesellschaftlich bedingt


Interessant an dem OP finde ich den Aspekt des „Technophobic learning“. Es geht darin um die Frage ob die Angst vor Maschinen angeboren ist oder ob sie erst erworben werden muss. Wenn ich mich recht entsinne gab es zum Thema Spracherwerb ein berühmtes Experiment von König Psammetich I, der Kinder nach der Geburt getrennt hat um zu überprüfen ob sie eine Ursprache auch von alleine entwickeln. Nehmen wir mal an, man kann diese Untersuchung auf die Ausbildung einer neoludditischen Persönlichkeit (gibt es sowas überhaupt) übertragen, dann würde das bedeuten, dass Neoluddism gesellschaftlich-kulturelle Ursachen besitzt. Also davon abhängig ist, in welchem Umfeld jemand aufwächst. Obwohl ich Google Scholar zu dieser Thematik befragt habe, konnte ich darauf noch keine Antwort finden was genau die Bedingungen sind. Meine eigene Vermutung geht dahingehend, dass man Technophobie auf eine ähnliche Weise erzeugen kann, wie eine Phobie vor Zauberei. Das man also Informationen zurückhält, dadurch ein Machtgefälle aufbaut und damit dann die Leute erschreckt. Das heißt so ähnlich wie die Tempelmagier gearbeitet haben, was primär eine soziale Einrichtung war und weniger ein Bildungsprogramm in Sachen Physik.

Kann man womöglich Technophobie durch bessere Bildung kompensieren? Also Leuten beibringen, wie sie Technik verstehen und damit weniger Angst davor haben?

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