Zauberkunst ist Robotik


Zauberkunst ist etwas, was die Menschen schon sehr lange fasziniert. Üblicherweise wird es von der Gesellschaft in den Bereich des Übernatürlichen und Okkultistischen eingeordnet. Unter einem Zauberer stellt man sich einen Mann im schwarzen Umhang vor, der Geister beschwört aber damit natürlich keinen Erfolg hat, weil wie wir alle wissen gibt es keine Magie. Warum es keine echte Magie gibt, kann man leicht zeigen. Man muss einfach nur versuchen selbst zu zaubern, sich also wünschen, dass man sich in einen Vogel verwandelt. Selbst wenn man den richtigen Zauberspruch aufsagt wird leider gar nichts passieren. Man kann das einmal ausprobieren oder hundertmal, in einen Vogel wird man sich nicht verwandelt. Selbst so kleine Zaubereien wie einfach nur einen Gegenstand per Gedankenkraft zu teleportieren wird nicht funktionieren. Nur bei Starwars konnte Luke Skywalker durch das Anrufen der Macht Steine zum Schweben bringen. In echt kann das niemand.

So ungefähr lautet die rationale Einstellung zur Zauberkunst, sie wird verbannt in das Reichen der Legenden und des Aberglaubens. Das Problem liegt jedoch nicht in der Zauberkunst selbst, sondern in der naiven Herangehensweise allein mit Wünschen einen Trick ausführen zu wollen. Die richtige Zauberei hat eher etwas mit Apperatezauberei zu tun. Das heißt, wenn man eine Uhr konstruiert die sehr genau geht betreibt man die wirkliche Magie. Und nein, das ist nicht das selbe wie Wissenschaft, sondern Magie bedeutet, dass man keinen seiner Tricks verrät, also den Mitmenschen nicht erzählt wie der Zauberapperat intern aufgebaut ist. zauberkunst hat weniger etwas mit den individuellen Fähigkeiten als vielmehr mit der sozialen Stellung zu tun. Große Zauberer sind meist Erfinder, und zwar sehr gute Erfinder. Sie nutzen ihren Verstand nicht für plumpes Wünschen, sondern sie nutzen ihren Verstand um etwas herauszufinden was noch keiner herausgefunden hat.

Man kann diese Form der Magie relativ weit traiben. Über Pferdelosen Kutschen, drahtlose Telegrafie, frei schwebende Ballons bis hin zu humanoiden Robotern ist alles machbar. Man kann den Schwierigkeitsgrad ziemlich genau messen. Das heißt, je imposanter ein Trick, desto mehr Wissen steckt darin. Am meisten dürften wahrscheinlich jene Zaubertricks interessieren, die ganz oben stehen im Schwierigkeitsgrad. Also Zauberei die etwas zu tun hat, mit Unsichtbarmachen, fliegenden Teppichen, Unsterblichkeit usw. Auch solche Tricks sind prinzipiell möglich, sowohl in der Legende als auch in Echt. Leider sind Informationen über diese vollendete Zauberkunst nur schwer zu beschaffen. Diese Dinge sind mächtig und das Wissen darüber ist wertvoll. In einem normalen Zauberladen kaufen kann man derartige Kunststücke jedenfalls nicht. Man muss sich das ungefähr so vorstellen: Angenommen du hast per Zufall einen fliegenden Teppich entdeckt. Genauer gesagt jene Beschwörungsformel durch den dieser in die Luft steigt und dort verharrt. Würdest du den Zaubertrick jemanden anderem verraten? Vermutlich nicht, weil ein fliegender Teppich ist etwas sehr wertvolles. Es ist ein Geheimnis. Und wenn plötzlich alle Menschen damit herumfliegen, ginge die Einmaligkeit verloren. Insofern habe alle guten Zauberer ein Interesse daran, ihre besten Tricks niemanden zu verraten. Und wenn doch, dann nur sehr guten Freunden. Also anderen Menschen, denen sie wirklich vertrauen können.

Am leichtesten lässt sich Zauberkunst als nicht-öffentliche Wissenschaft definieren. Es ist vergleichbar mit normaler Physik, nur dass man eben nicht verrät wie es funktioniert. Das heißt, das physikalische Wissen wird nicht geteilt und nicht verwendet um die Welt zu verbessern, sondern man benutzt es, um seine soziale stellung als Zauberer zu festigen. Sich also unentbehrlich zu machen. Einige sagen, dass das dem Wesen der Zauberkunst widersprechen würde. Nur, echte Zauberer ist automatisch egoistische Zauberei, wo man also Geheimwissen einsetzt um sich einen persönlichen Vorteil zu erlangen um sich über andere zu erheben. Macht und Zauberei sind enge Verbündete. Nicht ohne Grund stehen Zauberer auf einer Bühne und die Aufmerksamkeit ist nur auf sie gerichtet. Sie sind Zauberer weil sie einen Vorsprung haben, sie stehen auf einer höhreren Stufe als das Publikum.

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