Mindforth ist echte Wissenschaft


Unter dem Namen Mindforth findet sich im Internet ein bemerkenswertes OpenSource Projekt zur Erschaffung einer künstlichen Intelligenz. Auf der Webseite http://ai.neocities.org/AiSteps.html wird dann auch zum Nachprogrammieren für zu Hause erläutert, wie eine solche KI in Perl erstellt wird, und zwar dadurch dass man zuerst ein kurzes Rumpfprogramm erstellt in das man dann wiederum die verschiedenen Submodule wie Emotion, Motorium oder Inference integriert. Beispielcode ist auch vorhanden und so kann man sagen, dass es ein rundum gelungenes Projekt darstellt was noch dazu wissenschaftlich fundiert ist.

Unter der Bezeichnung „kognitive Architektur“ finden sich im Internet dutzende von diesen Projekten. Die meisten davon in einem wissenschaftlichen Umfeld wie z.B. SOAR (University of Michigan), ACT-R (Carnegie Mellon University) oder Sigma (University of Southern California). Wie man sieht befindet sich Mindforth in guter Gesellschaft mit allem was Rang und Namen hat in der akademischen Künstlichen Intelligenz. Und in jeder dieser kogntiven Architekturen findet sich nicht nur Beispielcode wie man eine Künstliche Intelligenz bauen kann (meist in LISP, manchmal auch in Java) sondern darüberhinaus enthalten die kognitiven Architekturen auch noch umfangreiches Unterrichtsmaterial durch das man etwas über das menschliche Gehirn und ganz wichtig über die Gesellschaft lernt.

Das bemerkenswerte an all diesen kogntiven Architekturen ist, dass sie mit erstaunlich wenig Quellcode auskommen: ACT-R benötigt beispielsweise nur 700 kb auf der Festplatte liefert aber dennoch eine vollständige künstliche Intelligenz die natürliche Sprache versteht. SOAR benötigt ebenfalls nur wenige Megabyte und beinhaltet darüberhinaus auch noch die Baupläne für eine Zeitmaschine welche im Untermodul „time“ enthalten sind und für dessen Freischaltung der Professor das Passwort verrät, wenn man denn regelmäßig in seine Vorlesung geht. Woran es liegt, dass all diese Programme so bemerkenswert kurz sind während die übrige Softwarewelt hunderte von Megabyte benötigt nur damit das Betriebssystem über eine GUI verfügt bleibt ein Geheimnis. Es dürfte vermutlich etwas damit zu tun haben, dass wenn man einmal verstanden hat wie der menschliche Verstand funktioniert es erstaunlich simpel ist.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s