Roboter — warum?


Sebastian Thrun hat einmal seine Motivation erläutert sich mit autonomen Autos zu beschäftigen. Und zwar möchte er gerne die Verkehrsunfälle auf Null reduzieren und damit sehr viele Menschenleben retten. Und in der Tat, wenn es gelänge autonomes Fahren voranzutreiben stehen die Chancen gut dass die mehr als 1 Millionen verkehrstote im Jahr reduziert werden.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund sich mit autonomem Fahren näher zu zubeschäftigen. Und zwar betrifft das die Auslastung von PKWs. Laut http://www.zukunft-mobilitaet.net/13615/strassenverkehr/parkraum-abloesebetrag-parkgebuehr-23-stunden/ steht das durchschnittsliche Fahrzeit 95% der Zeit in einer Parkbucht. Aktuell sind in Deutschland 46 Mio PKW zugelassen. Das heißt, gleichzeitig sind davon nur 2,3 Mio auf den Straßen unterwegs. Das wiederum bedeutet, dass selbst das hochmotorisierte Land Deutschland nur einen Bedarf hat von effektiv vielleicht 3 Mio PKW, vorausgesetzt man würde diese Autos als Taxi nutzen. Das könnte man über autonome Steuerung erreichen. Wo man sich also ein Auto per Smartphone direkt vor die Haustür rufen lässt. Die Folge wäre nicht nur eine Einsparung von Metall zur Produktiv der vielen Autos, sondern man könnte auch riesige Mengen an Arbeitskraft einsparen. Denn wenn die Autos heute 95% der Zeit im Stau stehen heißt das auch, dass 95% der Autos fürs Parken gebaut werden. Slebst wenn man also die Produktiv der Automobile unverändert manuell durchführt, könnte man durch einen Autopiloten bereits sehr viel zum guten bewirken.

Der Witz wäre die Kostenrechnung für das ganze. Wenn man den Auslastungsgrad eines PKW erhöht, sinken dadurch natürlich die Kosten pro gefahrenem Kilometer. Das heißt, dass es für die Konsumenten sogar viel billiger wird, mit dem Auto irgendwohin zu fahren als heute. Und alles nur durch folgenden simplen trick. Man muss einfach dafür sorgen, dass die Autos nicht so wie heute parken, sondern dass sie permanent auf der Straße fahren. Das heißt, wenn man mit dem Auto vom Einkaufen nach Hause kommt, wird das Auto nicht etwa in die Garage gefahren damit es dort 14 Stunden am Stück wartet bis es wieder gebraucht wird, sondern das Auto hält kurz an, die Person steigt aus, und weiter geht die Fahrt.

Derartige Autos die Rund um die Uhr im Einsatz sind, könnte man sehr viel hochpreisiger bauen als heutige Modelle. Man könnte in das Auto Technik im Wert von 100000 EUR Und mehr verbauen ohne dass dadurch die Kosten ansteigen würden. Das Auto gehört dann nicht mehr einer Person oder einer Familie, sondern es gehört einem Konzern der es stundenweise vermietet. Um diesen Traum zu realisieren reicht eine simple Software, genannt Autopilot. Also eine Software die ähnlich wie beim Google Car, das Auto sicher durch den Verkehr navigiert.

CARSHARING
Warum sich bisher Carsharing nicht hat durchsetzen können ist simpel. Will man es machen wie bei einem Taxi braucht man einen Fahrer, der ist jedoch teuer. Will man Carsharing ohne Taxifahrer machen muss man das Auto an einen zentralen Stellplatz bringen, der ist jedoch zu weit weg. Wer bitteschön hat Lust, erst 10 km mit dem Bus zu fahren um sich dort ein Auto zu mieten? Richtig, Carsharing war bisher ein Flop und das ist gut so.

Wenn man jedoch autonomes Fahren mit Carsharing kombiniert — wie es gerade Uber ausprobiert — dann hat man die ultimative Lösung. Voraussetzung ist jedoch dass man die technischen Details des autonomen Fahrens beherscht. Nur wenn das Auto wirklich alleine fährt, kann man daraus ein Geschäftsmodell machen. Nur, um sich mal über die Dimensionen klarzumachen. Weltweit gibt es aktuell 1 Milliarde Autos. Davon sind geschätzt 600 Mio PKW die zu 95% der Zeit nutzlos in der Gegend parken. Wenn das auf autonomes Carsharing umstellt, könnte man mehrere hundert Millionen Autos einsparen. Und das beste ist, es würde niemand bemerken. Die individuelle Mobilität wäre die selbe wie heute auch.

Leider sieht es bei der tecnnischen Umsetzung derzeit noch nicht so gut aus. Soetwas wie eine OpenSource Software für das autonome Auto gibt es nicht. Ja nochnichtmal in einem Simulator wie Torcs gibt es aktuell Software die stabil funktioniert. Warum sich die Softwareentwickler noch nicht näher mit dem autonomen Auto beschäftigt haben ist unklar. Vermutlich weil das Problem aus sehr vielen Submodulen besteht und wenn man nicht alle angeht, wird sich das Auto keinen Zentimeter vorwärtsbewegen.

PROBLEME
Warum sind autonome Autos noch immer nicht realisiert? Was muss man tun, damit es irgendwann Realität wird? Der erste Schritt besteht darin, zunächst einmal nüchtern die Ist-Situation zu beschreiben. Obwohl es häufiger mediale Berichte gibt, wonach am autonomen Auto geforscht wird, und seit den 1980’er sogar Autos im Straßenverkehr unterwegs sind, die von einer Künstlichen Intelligenz gesteuert werden muss man sagen, dass die Ausgangslage extrem schlecht ist. Das fängt schon damit an, dass die Softwareentwickler noch nichtmal in der Lage sind sich eine Programmiersprache auszusuchen, in der sie einen Fahrsimulator schreiben wollen. Es gibt aktuell weder eine Simulations-Software, noch eine Künstliche Intelligenz und erst recht keine Vision Systeme. Zwwar wurde experimentiell schon viele Software entwickelt, doch die ist entweder kein OpenSource oder aber sie ist komplett wertlos. Das einzige was man heute out-of-the-box in einem Fahrzeug installieren kann, ist ein Linux basierendes Entertainment system wo auf dem Cockpit Youtube Videos abgespielt werden. Wie man jedoch das Auto steuert, darüber herscht selbst unter Informatikern das große Rätseln.

Ja schlimmer noch, es gibt keine Bücher, keine Podcasts und keine Internetforen in denen über autonomes Fahren diskutiert wird. Es mangelt also an der Infrastruktur um sich überhaupt mit dieser Technologie zu beschäftigen. Nur unter massivem Aufwand durch die DARPA gelang es im Jahr 2005 das weltweit erste Projekt aufzustellen, aber auch dort wurde keine Meta-Verfahren entwickelt um die Dinge voranzubringen, sondern es wurde das in die Autos verbaut, was sich die Leute im stillen Kämmerlein zusammengehackt haben.

Das Problem dürfte sein, dass in Sachen Autonomes Fahren der Leidensdruck zu niedrig ist. die Leute finden es normal, dass jährlich 1 Mio Leute auf den Straßen ihr Leben lassen, und sie haben sich damit abgefunden, dass ein Privat-PKW 23 Stunden von 24 Stunden in der Garage verbringt um zu ruhen.

Es gibt auch auch wenige Lichtblicke. Die Spielesoftware „Fernbus Simulator“ erfreut sich in der Community gr0ßer Beliebtheit.

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