Der Wandel beginnt im Kopf?


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„Denn die eigentliche Herausforderung der Umgestaltung unserer Mobilitätssysteme ist nicht das Fehlen einer Ladesäule, sondern unser Festhalten an historischen und überholten Vorstellungen vom Wesen der Mobilität.“

Einspruch euer Ehren. Kampagnen, die auf ein verändertes Bewusstsein in Bezug auf Elektromobilität und das Auto insgesamt ausgerichtet sind werden dem Problem nicht gerecht. Sie blenden vielmehr die Gegenwart aus und orientieren sich an unrealistischen Utopien wie dem im OP zitierten Ziel bis 2020 1 Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen. Was wir brauchen sind keine Visionen über die Welt von morgen, sondern wir brauchen eine Zustandsbeschreibung. Warum Ziele und Utopien ein denkbar ungeeignetes Kommunikationsmittel darstellen kann man gut anhand der Kommunikation innerhalb von Echtzeitcomputerspielen deutlich machen. Dort wird im Regelfall nicht darüber debattiert, was das Team als nächstes zu tun gedenkt, sondern die Kommunikation funktioniert so, dass jeder erzählt wie seiner Meinung nach die Welt aussieht. Das impliziert, dass diese Beschreibung ungenau oder sogar falsch sein darf. Der einzelne Akteur kann sich aus der Bewertung dieser Ist-Beschreibung dann sein eigenes Weltbild zusammenfügen.

Meiner Meinung nach ist das Managementprinzip mittels Zielvorgaben ein veraltetes System was bei hochkomplexen Entscheidungsprozessen an Grenzen stößt. Wissenschaftler, Literaturexperten und Filmemacher wird man darüber nicht ansprechen können. Erinnert sei an die bekannte Szene aus Startrek TNG wo Wesley Crusher zum ersten Mal mit der Leitung eines wissenschaftlichen Teams beauftragt wird, und seinen Freunden sagen muss, was sie tun sollen. Alle Informationen laufen bei Wesley zusammen, und er entscheidet dann was der einzelne als nächstes macht. Fällt das Wesley Crusher Brain aus, ist die Gruppe handlungsunfähig.

ELEKTROAUTOS
Schauen wir uns die Ist-Situation in Sachen Elektromobilität etwas näher an. Der Anschaffungspreis solcher Autos ist doppelt so hoch wie bei normalen Benzin-Autos. Die Reichweite beträgt mit Rückwind maximal 100 km, Ladestationen im öffentlichen Raum gibt es exakt 0, Werkstätten wo man defekte Akkus austauschen kann gibt es keine obwohl gerade im Winter wenn das System lange draußen steht sowas dringend erforderlich wäre. Technische Innovationen die einen Ersatz für die brennbaren Lithium-Ionen Akkus in Aussicht stellen oder eine Preisreduktion versprechen stehen keine auf der Agenda und durch den Wegfall des Motorengeräusches steigt die Unfallwahrscheinlichkeit, weil die Fußgänger nicht gewarnt sind, wenn so ein Ungetüm sich von hinten nähert. Bei der hohen Beschleunigung eines Tesla Sportwagens dreht sich in den Insassen der Magen herum und die verbauten Autopiloten haben mehrere tödliche Unfälle verursacht.

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