Evaluation von self-driving car Software


In den Medien ist häufiger die Rede davon, dass Hersteller wie Google mit der Straßenzulassung für ihre Autos Probleme haben, weil natürlich die Prüfer keine Programmierer sind und gar nicht einschätzen können wie die Software intern arbeitet. Dabei ist die Evalution von self-driving Car software erstaunlich simpel. Generell kann man sagen dass Software die in C++ programmiert wurde (wie die Junior Reihe von Sebastian Thrun) schonmal grober Murks darstellt. C++ ist eine Programmiersprache welche Konzepte vermischt die getrennt gehören: Compilersprache, Pointer, Objektorientiertung. Besser sind hingegen Systeme die aus Frontend und Backend bestehen, wo also zeitkritische Dinge in reinem C programmiert wurden, während GUI und BehaviorEngine in einer Scripting Sprache wie Python programmiert wurden. Aber das nur am Rande. Viel entscheidener ist, dass man eine self-driving Car Software auf eine simple Komponente reduzieren kann. Wichtig ist keineswegs die Funktionsweise des Lidars und auch nicht das schöne Umgebungsbild was das Auto von seiner Umwelt erstellt, sondern worauf es ankommt ist der Motion Planner. Also jener Teil wo Pathplanning, Verkehrsregeln und Steuerung des Lenkrades implementiert sind. Im Grunde reicht es aus, sich dieses Submodul anzuschauen bzw. die dazu erstellte Dokumentation zu konsultieren. Wurden dort Dinge berücksichtigt wie ein Toter Winkel, Kreisverkehr, grüner Pfeil beim Rechtsabbiegen, Rechts vor links regeln usw. und wenn ja, wie sehen im Detail die Prozeduren aus. Speziell ist zu klären ob sie gut dokumentiert wurden, und wie der Gesamteindruck der Software ist.

Die anderen Komponenten die man zu autonomen Fahren noch benötigt wie GPS, Sensorfusion, 3D Kameras, onboard Steuercomputer kann man getrost ignorieren. Wenn der Motion Controller schon den Anforderungen nicht genügt, kann das der beste SICK Laser der Welt nicht mehr ausgleichen. Um die Qualität einer Software einzuschätzen bzw. zu dem Urteil zu gelangen dass sie komplett ungenügend ist für den Personenverkehr reichen 10 Minuten herumlesen in der Dokumentation plus Überfliegen des Sourcecodes in aller Regel aus. Länger braucht es nicht, um Google, George Hotz oder Mobileye zu erklären, dass ihre Software keine Straßenzulassung erhält.

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