Testbericht Chromium


Der Chromebrowser hat was den Marktanteil angeht, im Laufe der Zeit immer mehr Boden gutgemacht. Weltweit ist er inzwischen auf Platz 1. In Deutschland ist hingegen Firefox traiditionell sehr stark so dass man hierzulande von Gleichstand spricht zwischen Firefox und Chrome. Warum Firefox in Germany beliebter ist hat damit zu tun, dass Chrome den Ruf besitzt, den Datenschutz nicht zu beachten und haufenweise wertvolle Userdaten an Google zu senden. Ob das wirklich passiert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Laut der Anzeige zu Upload/Download Statistik wurden allein heute schon 70 MB ins Internet gesendet, ohne dass ich irgendwas tatsächlich gesendet hätte. Diese Datenmenge fließt also im Hintergrund irgendwie ab.

Unterstellen wir mal, dass das nicht schlimm ist dann ist Chrome eigentlich ein sehr schöner Browser. Er ist deutlich schneller in der Anzeige von Webseiten als Firefox. Das betrifft einmal PDF Paper aber vor allem trifft das für Youtube Videos zu. Fängt bei Firefox gerne mal der Lüfter an zu rühren, wenn man die Videos in höherer Auflösung abgespielt werden, bleibt bei Chrome alles angenehm ruhig. Das dürfte der Verwendung von Webkit geschuldet sein, einer Bibliothek die exzessiv die OpenGL Schnittstelle nutzt und ursprünglich von Apple entwickelt wurde. Ebenfalls gut gelöst wurde bei Chrome die Taskanzeige. Man kann dort schön für jeden Tab einblenden wieviel CPU Ressourcen benötigt werden.

Ob in der Summe Chrome der bessere Browser ist, sei mal dahingestellt, aber zumindest macht es die Plattform eine Weiterentwicklung leichter. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass die zukünftige Weiterentwicklung bei Chrome ein wenig mehr am technisch möglichen verläuft als das bei Firefox der Fall ist wo man seit Jahren mit Altlasten zu kämpfen hat. Nach wie vor ist bei Ubuntu übrigens Firefox vorinstalliert und nicht Chrome.

Vielleicht noch etwas zum Browser selber. Der größte Unterschied besteht darin, dass Chrome praktisch keinerlei Menüleiste mitbringt. Es gibt zwar irgendwelche Menüpunkte aber scheinbar wird darüber nicht der Browser gesteuert. Auch soetwas wie ein Settings-Menü im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Wenn man irgendwas verstellen will, muss man Google fragen und dort gibt es dann irgendwelche Geheimen URLs die man eintippt um dort dann was zu verändern. Anders gesagt, Chrome entmündigt den Anwender total. Vermutlich steuert Google den Browser aus der Ferne und der PC ist nur das Anzeigegerät für den Enduser. Der Köder, damit die Leute das super finden ist das butterweiche Scrolling. So sanft und unklompiziert war das Browsen mit Firefox nie. Vermutlich hat der extrem hohe Marktanteil von Chrome dazu geführt, dass sehr viel Manpower in die Software gesteckt wurde. Gerüchten zufolge basiert auch der Safari Browser von Apple auf der Webkit-Engine genauso wie Opera.

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