Reggae Tutorial für LMMS


Für Ubuntu Anwender gibt es mit LMMS ein äußerst leistungsfähiges Musikprogramm, dass seinem Vorbild FL Studio sehr nahekommt. Man hat dort nicht nur ein Notenblatt sondern kann auch unterschiedliche SF2-Instrumente (für Soundfont) einbinden. Von der Leistung her ist LMMS mit einem Luxus-Musik-Studio zu vergleichen, wo man also nicht nur ein High-End Keyboard, mehrere Gitarren sondern auch Mixer, Plugins und Drumcomputer nutzt. Leider bleibt nach wie vor die Frage offen wie man mit diesen Werkzeugen einen Song erstellt, also wo die Noten hinmüssen, damit es gut klingt. Im folgenden gibt es ein Tutorial zum Komponieren eines Reggae-Songs.

Zuerst benötigt man eine Akkordsequenz mit der man den eigentlichen Song erstellt. Eine wohlklingende Sequenz ist beispielsweise: D A b fis G D G A

Diese besteht aus 8 Akkorden wobei D = d-dur und fis=fis moll bedeutet. Es handelt sich um die international übliche Abkürzungen für das setzen von mehrstimmungen Noten. Von derartigen Akkordsequenzen gibt es noch viele weitere und die selbe Sequenz taucht in der unterschiedlichen Songs auf, ohne dass dies jemand als Plagiat bezeichnen würde.

Wenn man die Noten hintereinander schreibt und auf Play drückt, hört sich das zwar bereits nach einem harmonischen Gerüst an, allerdings fehlt noch der typische Reggae Drive. Den erreicht man dadurch, dass man die Noten nur kurz anspielt, verdoppelt und im Bass die selbe Note antippt.

Jetzt hört man nach dem Klick auf Play bereits einen Rhythmus, genannt Offbeat. Damit ist gemeint, dass auf Takt 1 der Bass zu hören ist, auf Takt 2 der eigentliche Ton, auf Takt 3 wieder der Bass und auf Takt 4 der Ton. Um das ganze noch mehr in Richtung Reggae zu justieren kann man jetzt noch kleinere Anpassungen an den Tondauern vornehmen.

Weil ein Klavier alleine noch etwas öde klingt, kann man ein zweites Instrument hinzunehmen. Klassischerweise ist das die Orgel, hier ist die gute alte Kirchenorgel das Instrument der Wahl. Diese wird als Echo zur Hauptstimme gespielt, so ähnlich wie man auch einen Bass einsetzen würde. Die Akkordfolge D A b fis G D G A bleibt die selbe, nur jetzt für die Organ:

Im Grunde ist damit der Song bereits fertig, wer möchte kann noch eine Drum darunterlegen um den Sound abzurunden oder noch eine Bassline hinzufügen.

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