Ist das Projekt Bluebeam echt?


Als „Project Bluebeam“ wird auf verschwörungslastigen Webseiten im Internet eine streng-geheime Technologie verstanden um Hologramme in den Himmel zu projizieren. Als Beispiel wird eine fliegende Stadt angeführt, die in China gesichtet wurde. Aber gibt es solche Technologie wirklich? Um das Phänomen näher zu untersuchen muss zunächst erläutert werden, was die Literaturwissenschaft unter dem Begriff „paranoide Science-Fiktion“ https://en.wikipedia.org/wiki/Paranoid_fiction versteht. Es handelt sich um eine Textgattung die so geschrieben ist, dass der Held sich in einer ausweglosen Sitatuion befindet und äußere Mächte sich gegen ihn verschworen haben. Ein berühmtes Beispiel ist der Roman 1984 aber auch die Erzählungen von Philip K. Dick gehören dazu. Genretypisch werden die äußeren Mächte meist mit der Regierung assoziert, die finstere totalitäre Absichten verfolgt und die sich im weiteren Verlauf der Geschichte noch steigern. Auch die Webseiten im Internet auf denen das Projekt Bluebeam thematisiert werden, sind in dem Sprachduktus von Philip k. Dick gehalten. Deswegen heißen sie auch Verschwörungswebseiten, weil es darum geht dem Leser einen wohligen Schauer über den Nacken laufen zu lassen und er sich in einer Phantasiewelt wiederfindet.

Mit diesem Hintergrundwissen lässt sich auch der Wahrheitsgehalt näher untersuchen. Ähnlich wie die „Paranoid Science-Fiction“ ingesamt ist Projekt Bluebeam nicht real. Das heißt, jemand hat sich das ausgedacht und niedergeschrieben. So ähnlich wie auch George Orwell seinen berühmten Roman ausgedacht und niedergeschrieben hat.

Was es jedoch gibt ist die Technologie als solche. Die wird aber nicht in Verschwörungen eingesetzt sondern ganz normal von der Wissenschaft erforscht und kommerziell vermarktet. Ein Beispiel für ein „aerial projection system“ wurde im obigen Youtube Video schon gezeigt. Wie die Technologie im Detail funktioniert ist erläutert bei:

http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Optoelektronik/Laser-projiziert-beruehrbare-Hologramme-in-Luft
https://www.nature.com/articles/srep11750

Das ganze ist technisch relativ anspruchsvoll weil man einerseits Computer-Generated Images verwendet und als Ausgabemedium neuartige Laser, welche Voxel in den freien Raum projizieren. Derzeit ist das ganze noch zu teuer um es an Privatanwender zu verkaufen.

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