HAM Radio auf der ISS

Das die NASA keine Kosten und Mühen scheut, die wissenschaftliche Begeisterung beim Nachwuchs zu wecken ist bekannt. Nicht nur, dass man aufwendige Dokumentationen über den Weltraum produziert sondern man hat sogar auf der ISS Raumstation eine eigene Amateurfunkstation in Betrieb genommen. Amateurfunk ist im Internetzeitalter ein wenig in Vergessenheit geraten. Man kann damit sehr große Entfernungen zurücklegen. Wie das obige Video zeigt können sogar ganz normale Leute die ISS anfunken und mal Hallo sagen, man kann aber auch zu Amateurfunksatelliten OSCAR Kontakt aufnehmen und mittels Repeater Weitverbindungen bis nach Australien und Japan aufbauen.

Filmisch wurde HAM Radio sehr prominent aufbereitet. In Contact (1997) hat Jodie Foster in der Eingangsszene ein HAM Radio verwendet, bei Terminator III (2003) war es am Ende in der Bunkerszene zu sehen („This is SAC Nellis. We’re under attack. -CQ? CQ?“) während in der Komödie Superstau (1991) die Einsteigervariante in Form von CB-Funk mit einer deutlich weniger seriösen Konnotation gezeigt wurde.

Im Rahmen des Projekts ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) werden Sprachverbindungen mit der ISS hergestellt um speziell Schulen und Studenten mit Weltraumprojekten vertraut zu machen, Quelle: SUDHIR KUMAR: SATELLITE GROUND STATION EMULATOR:AN ARCHITECTURE AND IMPLEMENTATION PROPOSAL, page 2, http://www.academia.edu/33500308/Satellite_ground_station_emulator_architecture

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Kann man jetzt auch Sterne basteln?

Auf http://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/laserleitstern/255 findet sich eine Notiz über Fortschritte im Bereich der Laserastronmie. Das sich mit Hilfe von LIDAR die Hochatmosphäre vermessen lässt um Beispielsweise die Entfernung zu Regenwolken zu ermitteln war bekannt. Aber laut dem obigen Artikel kann man Laser auch einsetzen um den Weltraum zu erkunden. Laut dem Text wird in 90 km eine Luftschicht zum Leuchten angeregt. Man spricht von einem Laserleitstern.

Rappende Astronauten

Beim Herumsuchen auf Youtube bin ich auf rappende Astronauten aufmerksam geworden. Diese haben Helme auf dem Kopf und tragen eine Sonnenbrille gegen das helle Studiolicht. Wo sie wohnen, also zu Hause sind, ist unklar. Es deutet aber viel daraufhin, dass sie bei der NASA und bei der ESA wohnen. Jedenfalls sieht man in dem obigen Video das offizielle Logo, also wird es wohl die Weltraumbehörde sein. Soviele gibt es ja nicht.

Das UFO Phänomen aus Perspektive des Weltraumrechts

„Recht bezeichnet die Gesamtheit der generellen Verhaltensregeln, die von der Gemeinschaft gewährleistet sind.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Recht

Was ein Ufo ist, dürften die meisten Zuschauer von Akte X wissen. Ebenso sind regelmäßige Leser der BILD Zeitung von P.M. bestens darüber informiert was in Roswell passiert ist. Nur, um diese populäre Ufo-Forschung soll es hier nicht gehen. Sondern um die Perspektive die die Rechtswissenschaft einnimmt. Im sogenannten Weltraumrecht, auch als spacelaw bezeichnet geht es nicht primär um technologische Fragen oder religiöse Debatten ob es sie nun gibt die grünen Männchen in ihren fliegenden Untertassen sondern worum es geht sind Legal-Cases, Verordnungen aus Brüssel und Gesetze. Für Außenstehende ist es auf den ersten Blick etwas merkwürdig, aber das Weltraumrecht beschäftigt sich ganz offiziell mit Ufos, Basen auf dem Mond, Whistleblowern und Erstkontakte mit Außerirdischen. Nicht so wie man bei den Ufo-Forschern tut, wo es üblicherweise um physikalische oder psychologische Fragestellungen geht, sondern beim Weltraumrecht geht es um die juristischen Feinheiten.

Es geht also nicht wirklich darum, ob ein Whistleblower der behauptet, am Bau einer geheimen Raumbasis auf dem Mond involviert gewesen zu sein, nun die Wahrheit sagt, sondern worum es geht ist sind die Auswirkungen auf das Weltraumrecht. Also die Frage, das es sich um einen Verstoß gegenüber internationalen Abkommen handelte, dass der Mann jetzt einen Verteidiger benötigt und wie das auf EU Ebene diskutiert wird.

Nun kann man spöttisch fragen, mit was genau sich das Weltraumrecht beschäftigt, wenn es keine Ufos gibt, also das ganze nichts weiter war als 99 Luftballons, eine Luftspiegelung oder was auch immer. Aber darum geht es explizit nicht. Weltraumrecht beschäftigt sich mit sich selber, es reicht wenn der Fall in einer Fachzeitschrift erwähnt wird und er internationale Abkommen berührt. Dann ist es ein Thema für die Juristen.

Im Mainstream wird der Ufo-Diskurs anders geführt. Im Regelfall wird dort anhand einer Trennline aus seriöser Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft argumentiert. Die eine Seite sagt, es gibt Ufos, die andere sagt es gibt sie nicht. Dann versucht jede Seite nach Fakten heranzuziehen und aus Büchern zu zitieren ohne dass man der Wahrheit näher kommt. Das interessante ist nun, dass im Weltraumrecht diese Unterscheidung so nicht stattfindet. Dort ist die Grenzlinie ob es sich um rechtliches Thema handelt. Das heißt, wenn es irgendwelche Paragrsaphen berührt, dann erhält es Relevanz.

Als Bedeutsam gelten all jene Cases die in den Fachzeitschriften für Weltraumrecht aufgeführt sind. Wenn man dort darüber berichtet, dann haben sich die Experten damit auseinandergesetzt und sind im Regel zu unterschiedlichen Standpunkten gelangt. Beim Weltraumrecht geht es um alle Dinge die außerhalb der Erde oder zumindest im Luftraum über der Erde stattfinden. Es wird unterschieden vom Seerecht oder vom Steuerrecht.

Relativ prominent ist die „L5 Society“ aktiv. Es handelt sich dabei um eine rechtliche Einrichtung, welche die Besiedelung des Mondes fordert. Um das ganze einzuschätzen, muss man dies im Kontext des Weltraumrechts diskutieren, also bewerten ob das andere vorher getroffene Vereinbaren verletzt und die Haftungsfragen diskutieren.

Nachtrag: Die TV Sendung Startrek war weniger eine Erzählung über die Eroberung des Weltraums, sondern hat die rechtlichen Aspekte untersucht. Die oberste Direktive ist dafür ein gutes Beispiel.

Einführung in Weltraumpolitik

Beim Herumstöbern auf Wikipedia ist mir ein interessanter Artikel aufgefallen: https://en.wikipedia.org/wiki/Space_policy Dieser hat aktuell noch keine deutsche Entsprechung. Auf Deutsch würde man sagen, Weltraumpolitik. Aber zumindest gibt es einen Wikipedia-Eintrag zu Weltraum-Recht was auf etwas ähnliches hinausläuft. Bisher kannte ich nur den Begriff „Exopolitik“, unter der es einen sektenartigen Youtube-Channel gibt, der die Regierungen davon überzeugen will Ufo Akten offenzulegen. Das Thema Weltraumrecht ist aber offenbar seriös ausgelegt. Es gibt sogar eine eigene Abteilung der ESA http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Das_Europaeische_Institut_fuer_Weltraumpolitik_in_Wien_-_eine_Denkfabrik

Was genau Weltraumpolitik sein soll lässt sich schwer sagen, ich fange gerade erst an mich in die Thematik einzulesen, aber offenbar geht es um Fragen der internationalen Zusammenarbeit im Weltraum, also welches Land welche Projekte durchführt. Ob davon der einzelne Bürger etwas hat, sei mal dahingestellt, aber offenbar haben die EU, die USA, Japan usw. ein Bedürfnis nach Weltraumrecht oder aber zumindest nach einer Diskussion darüber. Hier https://www.youtube.com/watch?v=-0RdRmkdciw findet sich sogar ein Vortrag von einem UN Agenhörigen, der über Spacelaw aufklärt. Wer schonmal eine Vorlesung über Jura an einer Uni gehört hat, wird wissen was der Begriff „Staubtrocken“ bedeutet. Ungefähr so scheint auch Spacelaw zu sein. Anders als bei actionreichen Aufnahmen die normalerweise vom Mondflug ausgestrahlt werde (Stichwort: Saturn V Rakete hebt ab) ist Spacelaw wohl ein reine Paragraphen-Veranstaltung, wo es darum geht, Absichtserklärungen, Diskussionspapiere und Kommentare zu anderen Kommentaren zu sortieren.

Trotzdem klingt Weltraumpolitik erstmal interessant, und wenn sich die UN dafür interessiert ist es wohl auch irgendwie wichtig. Hier https://www.youtube.com/watch?v=Q_USGmtpQPw gibt es noch einen weitere Kostprobe. Das ganze ist noch sehr viel trockener als gedacht. Keineswegs wird die Vorlesung im Fach Astronomie oder Physik gehalten, sondern sie wird an der Law School abgehalten, also wo über internationales Recht, Steuerrecht und solche Sachen gestritten wird. Aber das ist kein Vorwurf, sondern vermutlich gehört Spacelaw in dieses Umfeld auch hin.

Wer sich fragt, was man da so groß diskutieren kann sollte einen Blick in die folgende Zeitschrift werden: https://www.journals.elsevier.com/space-policy Dies verbirgt sich hinter einer Paywall und widmet sich sehr ausführlich der Frage, ob China in den Weltraum vordringen darf, wie es um das indische Raumfahrtprogramm bestellt ist und „Why did the United States retreat from the moon?“ (Jahrgang 2015, 1-5). Als Antwort ist zu lesen:

„Nixon coupled his lack of personal interest in continuing Apollo flights to a political judgment“

Der Text ist ganz gut geschrieben, auch wenn er leider nicht auf Deutsch ist. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch ein deutschsprachiges Journal was sich mit Weltraumpolitik beschäftigt. Bingo: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschrift_f%C3%BCr_Luft-_und_Weltraumrecht Mit etwas suchen finden sich sogar einige Volltexte online https://www.researchgate.net/profile/Marietta_Benkoe/publication/291521768_Weltraumrecht_in_den_Vereinigte_Nationen/links/581bb31808aeccc08aea844a/Weltraumrecht-in-den-Vereinigte-Nationen.pdf Im obigen Artikel geht es das Weltraumrecht in Bezug zur U.N.

Protokoll für den Erstkontakt mit Außerirdischen

Die meisten Menschen glauben, dass man sich auf einen Erstkontakt mit Außerirdischen nicht vorbereiten kann. Aber ganz so außerhalb jeder Vorstellung ist so eine Begegnung nicht, immerhin wurde das Thema in Science-Fiktion Filmen schon mehrfach präsentiert. Ein Erstkontakt ist davon geprägt, dass wir als Menschen damit überfordert sind. Die Aliens sind technologisch uns überlegen und eine Kommunikation gestaltet sich schwierig. Aber, in der Geschichte der Menschheit gibt es Standard-Verfahren um auch solche Strategien zu handeln. Ja sogar Katzen und Hunde wenden Protokolle an, wenn sie mit Dingen konfrontiert sind, die über ihren Verstand gehen und sie überfordern. Mal ein Beispiel: Angenommen man präsentiert eine Katze einen hochentwickelten Roboter der in C programmiert wurde und über sich vorwärtsbewegt. Es ist anzunehmen, dass Katzen nichts mit C anfangen können und von Microcontrollern noch nie etwas gehört haben. Die Katze wird sehr simpel auf den Roboter reagieren: sie fühlt sich mißverstanden von dem Roboter, versteht die Situation nicht und geht direkt in den Angriffsmodus über. Sie wird den Roboter mit der Tatze wegschlagen, es anfauchen und so ihren Unmut kund tun. Eine simple wie effektive Strategie. Und Menschen sind gut beraten wenn sie etwas ähnliches anwenden. Wenn immer man Dingen begegnet, die über den eigenen Verstand gehen, Technologisch um 100 Jahre voraus sind und ein ungutes Gefühl in der Magengegend verursachen ist es das beste wenn man mit der Keule erstmal draufhaut und später Fragen stellt. Das entlastet mental und man steht vor seiner Community gut da.

Mit der Thematik sich auf wissenschaftlicher Ebene näher beschäftigen kann man später immernoch. Fürs erste ist es besser sich auf die Instinkte zu verlassen. Ob durch simples Draufschlagen die Gefahr immer gebannt ist, ist zweifelhaft. Aber es ist das beste was man in der Situation tun kann.

Celstia ausprobiert

Das Astronomieprogramm Celestia ist schon etwas älter. Es wird aktuell nicht mehr weiterentwickelt. Der inoffizielle Nachfolger ist Kerbal space program wo man nicht nur die Planeten anschauen kann, sondern sogar eigene Raketen bauen darf. Dennoch soll es im folgenden um Celestia gehen. Am einfachsten lässt sich das Programm in Fedora installieren. Dort reicht ein simples „dnf install celestia“ und das Programm ist startbereit. Eine Textur für die Erde ist auch schon vorinstalliert, man kann sie allerdings auch gegen eine besser aufgelöste austauschen. Das bemerkenswerte an Celestia ist, dass es anders als die meisten Astronomiesimulationen nicht von einem „Horizontal coordinate system“ https://en.wikipedia.org/wiki/Horizontal_coordinate_system wo also nur die Sternekuppel zu sehen ist, sondern Celestia zeigt den kompletten Weltraum, also so wie er auch bei Star Trek zu sehen ist. Man kann sogar die Zeit schneller vorlaufen lassen und sieht dann in 3D wie die Erde, der Saturn und die anderen Planeten sich um die Sonne drehen.

Die Bedienung ist nicht ganz einfach, man muss sich sogenannte Hotkeys merken. Desweiteren kann man wählen ob man in Relativposition zu einem Planeten bleiben möchte, oder ob sich der Planet unter einem bewegt. Aber noch einer kurzen Eingewöhnung hat man das Prinzip verstanden und kann sich aufmachen um fremde Galaxien zu erforschen. Ja man kann sogar zu anderen Sonnen aufbrechen und das Universum in seiner Gänze betrachten.

Celestia gilt nach wie vor als die realistischste Weltraumsimulation. Obwohl das Programm als Opensource vertrieben wird gilt es als ausgereift und hat einen didaktischen Anspruch. Im Kleingedruckten steht, dass sogar die NASA an dessen Programmierung beteiligt war. Obwohl Celestia schon etwas älter war, kann sich die Grafik nach wie vor sehen lassen, verwendet wird übrigens OpenGL was unter Linuix flüssig läuft. Als besonderes Gimmick kann man auch Raumschiffe wie die ISS oder die Apollo Landekapsel einblenden. Wenn man seinen eigenen Standort auf einem Planeten fixiert und nach oben sieht kann man sogar den Sternenhimmel sehen, es ist derselbe den man auch in echt sehen würde, alle Sterne sind da wo sie sein sollten. Wie die Programmierer das hinbekommen haben ist unklar, vermutlich ist im Hintergrund eine Datenbank hinterlegt mit zig Millionen Sternen, alle mit der korrekten Umlaufbahn im jeweiligen Sonnensystem natürlich.