NASA Space Robotics Challange

Die Darpa Robotics Challange dürften die meisten kennen. Es handelte sich dabei um mehrere Wettbewerbe bei denen 2005 selbstfahrende Autos und 2012 humanoide Roboter im Fokus standen. Einschränkend sei erwähnt, dass die DARPA eine militärisch ausgerichtete Behörde ist und demzufolge auch der Wettbewerb einen negativen Beigeschmack hatte. Man hört ja soviel Killerrobotern …

Sehr viel ziviler geht es bei der NASA zu. Diese Behörde ist ebenfalls gut mit Steuernmitteln ausgestattet, verfolgt aber anders als die Airforce oder die Army rein zivile Absichten und möchte den Weltraum zum Wohle der Menschheit erkunden. Interessant ist, dass auch die NASA eigene Wettbewerbe am Start hat an denen man sich beteiligen kann. Inhaltlich ist es exakt dasselbe wie bei der Darpa Challange nur das diesmal der Roboter keine Waffe besitzt und auf einem fernen Planeten Solarpanele aufbauen muss. Die ersten Videos welche in ROS Gazebo entstanden sind schon online, der Schwierigkeitsgrad ist auch angenehm hoch, was also spricht dagegen, sich das Spektakel näher anzuschauen? Eigentlich gar nichts, wohlgemerkt selber schreiben einer derartigen Software können ruhig andere machen, aber als Zuschauer die Challange aus der Distanz zu beobachten hat auch seinen Reiz.

Wenn ich das Prinzip richtig verstanden geht es darum, einen humanoiden Roboter, genauer gesagt den „NASA R5 Valkyrie“ zu steuern und zwar so, dass er das Gleichgewicht behält und mit den Armen noch sinnvolle Dinge macht. Also im Grunde so eine Art von Nao Roboter nur eben auf Exoplaneten. Klingt erstmal ziemlich futuristisch. Ich glaube die dahinterstehende Idee lautet, den Roboter auf den Mars zu schicken damit der da oben die Stellung hält. Aber es gibt noch einen Geheimplan den die NASA mit dem R5 verfolgt, und zwar soll parallel dazu der Wettbewerb dazu dienen den Nachwuchs mit den Naturwissenschaften und insbesondere der Robotikprogrammierung vertraut zu machen. Das ist eigentliche eine lobenswerte Aufgabe. Laut den Specs ist der R5 Roboter ungefähr dem Frankenstein Monster aus dem bekannten Roman nachempfunden. Er ist etwas größer als ein normaler Mensch und mit 125 kg ziemlich schwer. Hardwaretechnisch hat die NASA das gute Stück wohl schon fertig gebaut, jedenfalls gibt es Videos wo der Roboter durch die Gegend läuft. Was noch fehlt ist die Software.

Laut diesem Fleyer http://robobusiness.com/images/uploads/T8_-_NASA%E2%80%99s_Space_Robotics_Challenge_Advancing_Robotic_Capabilities_for_Future_Space_Exploration_Missions_-_Kimberly_Hambuchen.pdf (Seite 13) ist der Wettbewerb schon zu Ende. Die eigentliche Challange ging vom 12. -16. Juni 2017. Vom Prestige und vom Schwierigkeitsgrad her dürfte das die derzeit beste Robotics Challange der Welt sein. Eine Organisation die noch fortschrittlicher ist als die NASA gibt es nicht, und eine Herausforderung die noch anspruchsvoller ist gibt es ebenfalls nicht.

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Die soziale Rolle der NASA

Einige sagen, die NASA hätte das primäre Ziel den Mars zu besiedeln oder Experimente in Schwerelosigkeit durchzuführen. Andere sagen, die NASA würde unter dem Vorwand der zivilen Raumfahrt in Wirklichkeit militärische Absichten verfolgen. Und NASA Kritiker sagen, dass das jährliche Budget von rund 18 Mrd US$ verschwendetes Geld sei, was die Steuerzahlen bezahlen ohne einen Gegenwert zu erhalten. Doch die Hauptfunktion der NASA und damit der Grund warum das viele Geld gut angelegt ist richtet sich nach innen. Genauer gesagt hat die NASA die Aufgabe den wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern, den Nachwuchs mit der Raumfahrt vertraut zu machen und die internationale Verständigung mit anderen Nationen voranzutreiben. Seit ihrem Bestehen ist die NASA diesen Aufgaben sehr gut gerecht geworden. Meilensteine waren beispielsweise der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, die hochauflösenden Bilder des Sojourner Roboters sowie der Aufbau und der Betrieb der internationalen Raumstation ISS. Die Gründung der NASA im Jahr 1958 kann rückblickend als Meilenstein bezeichnet werden und gäbe es heute keine NASA müsste man sie glatt erfinden.

Die weiteren Ziele liegen auf der Hand: Erforschung unseres Sonnensystems mit Robotern, Blick in die Tiefen des Weltraums mit orbitnahen Teleskopen sowie Durchführung einer bemannten Marsmission in absehbarerer Zukunft. Die NASA Astronauten im Weltraum sowie die Mitarbeiter in den Bodenstationen sind Helden des Fortschritts. Sie haben den Weg zum technischen Fortschritt bereitet und sie sind Vorbild für sehr viele Menschen überall auf der Welt. Auch die weniger schönen Ereignisse wie die Explosion der Challanger im Jahr 1986 oder der geborstene Sauerstofftank von Apollo 13 gehören zur Historie dazu und können die Leistungen nicht schmälern.

HAM Radio auf der ISS

Das die NASA keine Kosten und Mühen scheut, die wissenschaftliche Begeisterung beim Nachwuchs zu wecken ist bekannt. Nicht nur, dass man aufwendige Dokumentationen über den Weltraum produziert sondern man hat sogar auf der ISS Raumstation eine eigene Amateurfunkstation in Betrieb genommen. Amateurfunk ist im Internetzeitalter ein wenig in Vergessenheit geraten. Man kann damit sehr große Entfernungen zurücklegen. Wie das obige Video zeigt können sogar ganz normale Leute die ISS anfunken und mal Hallo sagen, man kann aber auch zu Amateurfunksatelliten OSCAR Kontakt aufnehmen und mittels Repeater Weitverbindungen bis nach Australien und Japan aufbauen.

Filmisch wurde HAM Radio sehr prominent aufbereitet. In Contact (1997) hat Jodie Foster in der Eingangsszene ein HAM Radio verwendet, bei Terminator III (2003) war es am Ende in der Bunkerszene zu sehen („This is SAC Nellis. We’re under attack. -CQ? CQ?“) während in der Komödie Superstau (1991) die Einsteigervariante in Form von CB-Funk mit einer deutlich weniger seriösen Konnotation gezeigt wurde.

Im Rahmen des Projekts ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) werden Sprachverbindungen mit der ISS hergestellt um speziell Schulen und Studenten mit Weltraumprojekten vertraut zu machen, Quelle: SUDHIR KUMAR: SATELLITE GROUND STATION EMULATOR:AN ARCHITECTURE AND IMPLEMENTATION PROPOSAL, page 2, http://www.academia.edu/33500308/Satellite_ground_station_emulator_architecture

Kann man jetzt auch Sterne basteln?

Auf http://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/laserleitstern/255 findet sich eine Notiz über Fortschritte im Bereich der Laserastronmie. Das sich mit Hilfe von LIDAR die Hochatmosphäre vermessen lässt um Beispielsweise die Entfernung zu Regenwolken zu ermitteln war bekannt. Aber laut dem obigen Artikel kann man Laser auch einsetzen um den Weltraum zu erkunden. Laut dem Text wird in 90 km eine Luftschicht zum Leuchten angeregt. Man spricht von einem Laserleitstern.

Rappende Astronauten

Beim Herumsuchen auf Youtube bin ich auf rappende Astronauten aufmerksam geworden. Diese haben Helme auf dem Kopf und tragen eine Sonnenbrille gegen das helle Studiolicht. Wo sie wohnen, also zu Hause sind, ist unklar. Es deutet aber viel daraufhin, dass sie bei der NASA und bei der ESA wohnen. Jedenfalls sieht man in dem obigen Video das offizielle Logo, also wird es wohl die Weltraumbehörde sein. Soviele gibt es ja nicht.

Das UFO Phänomen aus Perspektive des Weltraumrechts

„Recht bezeichnet die Gesamtheit der generellen Verhaltensregeln, die von der Gemeinschaft gewährleistet sind.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Recht

Was ein Ufo ist, dürften die meisten Zuschauer von Akte X wissen. Ebenso sind regelmäßige Leser der BILD Zeitung von P.M. bestens darüber informiert was in Roswell passiert ist. Nur, um diese populäre Ufo-Forschung soll es hier nicht gehen. Sondern um die Perspektive die die Rechtswissenschaft einnimmt. Im sogenannten Weltraumrecht, auch als spacelaw bezeichnet geht es nicht primär um technologische Fragen oder religiöse Debatten ob es sie nun gibt die grünen Männchen in ihren fliegenden Untertassen sondern worum es geht sind Legal-Cases, Verordnungen aus Brüssel und Gesetze. Für Außenstehende ist es auf den ersten Blick etwas merkwürdig, aber das Weltraumrecht beschäftigt sich ganz offiziell mit Ufos, Basen auf dem Mond, Whistleblowern und Erstkontakte mit Außerirdischen. Nicht so wie man bei den Ufo-Forschern tut, wo es üblicherweise um physikalische oder psychologische Fragestellungen geht, sondern beim Weltraumrecht geht es um die juristischen Feinheiten.

Es geht also nicht wirklich darum, ob ein Whistleblower der behauptet, am Bau einer geheimen Raumbasis auf dem Mond involviert gewesen zu sein, nun die Wahrheit sagt, sondern worum es geht ist sind die Auswirkungen auf das Weltraumrecht. Also die Frage, das es sich um einen Verstoß gegenüber internationalen Abkommen handelte, dass der Mann jetzt einen Verteidiger benötigt und wie das auf EU Ebene diskutiert wird.

Nun kann man spöttisch fragen, mit was genau sich das Weltraumrecht beschäftigt, wenn es keine Ufos gibt, also das ganze nichts weiter war als 99 Luftballons, eine Luftspiegelung oder was auch immer. Aber darum geht es explizit nicht. Weltraumrecht beschäftigt sich mit sich selber, es reicht wenn der Fall in einer Fachzeitschrift erwähnt wird und er internationale Abkommen berührt. Dann ist es ein Thema für die Juristen.

Im Mainstream wird der Ufo-Diskurs anders geführt. Im Regelfall wird dort anhand einer Trennline aus seriöser Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft argumentiert. Die eine Seite sagt, es gibt Ufos, die andere sagt es gibt sie nicht. Dann versucht jede Seite nach Fakten heranzuziehen und aus Büchern zu zitieren ohne dass man der Wahrheit näher kommt. Das interessante ist nun, dass im Weltraumrecht diese Unterscheidung so nicht stattfindet. Dort ist die Grenzlinie ob es sich um rechtliches Thema handelt. Das heißt, wenn es irgendwelche Paragrsaphen berührt, dann erhält es Relevanz.

Als Bedeutsam gelten all jene Cases die in den Fachzeitschriften für Weltraumrecht aufgeführt sind. Wenn man dort darüber berichtet, dann haben sich die Experten damit auseinandergesetzt und sind im Regel zu unterschiedlichen Standpunkten gelangt. Beim Weltraumrecht geht es um alle Dinge die außerhalb der Erde oder zumindest im Luftraum über der Erde stattfinden. Es wird unterschieden vom Seerecht oder vom Steuerrecht.

Relativ prominent ist die „L5 Society“ aktiv. Es handelt sich dabei um eine rechtliche Einrichtung, welche die Besiedelung des Mondes fordert. Um das ganze einzuschätzen, muss man dies im Kontext des Weltraumrechts diskutieren, also bewerten ob das andere vorher getroffene Vereinbaren verletzt und die Haftungsfragen diskutieren.

Nachtrag: Die TV Sendung Startrek war weniger eine Erzählung über die Eroberung des Weltraums, sondern hat die rechtlichen Aspekte untersucht. Die oberste Direktive ist dafür ein gutes Beispiel.

Einführung in Weltraumpolitik

Beim Herumstöbern auf Wikipedia ist mir ein interessanter Artikel aufgefallen: https://en.wikipedia.org/wiki/Space_policy Dieser hat aktuell noch keine deutsche Entsprechung. Auf Deutsch würde man sagen, Weltraumpolitik. Aber zumindest gibt es einen Wikipedia-Eintrag zu Weltraum-Recht was auf etwas ähnliches hinausläuft. Bisher kannte ich nur den Begriff „Exopolitik“, unter der es einen sektenartigen Youtube-Channel gibt, der die Regierungen davon überzeugen will Ufo Akten offenzulegen. Das Thema Weltraumrecht ist aber offenbar seriös ausgelegt. Es gibt sogar eine eigene Abteilung der ESA http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Das_Europaeische_Institut_fuer_Weltraumpolitik_in_Wien_-_eine_Denkfabrik

Was genau Weltraumpolitik sein soll lässt sich schwer sagen, ich fange gerade erst an mich in die Thematik einzulesen, aber offenbar geht es um Fragen der internationalen Zusammenarbeit im Weltraum, also welches Land welche Projekte durchführt. Ob davon der einzelne Bürger etwas hat, sei mal dahingestellt, aber offenbar haben die EU, die USA, Japan usw. ein Bedürfnis nach Weltraumrecht oder aber zumindest nach einer Diskussion darüber. Hier https://www.youtube.com/watch?v=-0RdRmkdciw findet sich sogar ein Vortrag von einem UN Agenhörigen, der über Spacelaw aufklärt. Wer schonmal eine Vorlesung über Jura an einer Uni gehört hat, wird wissen was der Begriff „Staubtrocken“ bedeutet. Ungefähr so scheint auch Spacelaw zu sein. Anders als bei actionreichen Aufnahmen die normalerweise vom Mondflug ausgestrahlt werde (Stichwort: Saturn V Rakete hebt ab) ist Spacelaw wohl ein reine Paragraphen-Veranstaltung, wo es darum geht, Absichtserklärungen, Diskussionspapiere und Kommentare zu anderen Kommentaren zu sortieren.

Trotzdem klingt Weltraumpolitik erstmal interessant, und wenn sich die UN dafür interessiert ist es wohl auch irgendwie wichtig. Hier https://www.youtube.com/watch?v=Q_USGmtpQPw gibt es noch einen weitere Kostprobe. Das ganze ist noch sehr viel trockener als gedacht. Keineswegs wird die Vorlesung im Fach Astronomie oder Physik gehalten, sondern sie wird an der Law School abgehalten, also wo über internationales Recht, Steuerrecht und solche Sachen gestritten wird. Aber das ist kein Vorwurf, sondern vermutlich gehört Spacelaw in dieses Umfeld auch hin.

Wer sich fragt, was man da so groß diskutieren kann sollte einen Blick in die folgende Zeitschrift werden: https://www.journals.elsevier.com/space-policy Dies verbirgt sich hinter einer Paywall und widmet sich sehr ausführlich der Frage, ob China in den Weltraum vordringen darf, wie es um das indische Raumfahrtprogramm bestellt ist und „Why did the United States retreat from the moon?“ (Jahrgang 2015, 1-5). Als Antwort ist zu lesen:

„Nixon coupled his lack of personal interest in continuing Apollo flights to a political judgment“

Der Text ist ganz gut geschrieben, auch wenn er leider nicht auf Deutsch ist. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch ein deutschsprachiges Journal was sich mit Weltraumpolitik beschäftigt. Bingo: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschrift_f%C3%BCr_Luft-_und_Weltraumrecht Mit etwas suchen finden sich sogar einige Volltexte online https://www.researchgate.net/profile/Marietta_Benkoe/publication/291521768_Weltraumrecht_in_den_Vereinigte_Nationen/links/581bb31808aeccc08aea844a/Weltraumrecht-in-den-Vereinigte-Nationen.pdf Im obigen Artikel geht es das Weltraumrecht in Bezug zur U.N.